Auch für die in Püttlingen geborene Rosi Salmon, Tochter von Amanda und Robert Salmon aus der Kirchstraße 20, wird es einen Gedenkstein in Riegelsberg geben.

Die Frage, ob auch für Rosi Salmon, die jüngste Tochter von Amanda und Robert Salmon aus der Kirchstraße 20, die 1933 in Püttlingen geboren wurde, ein Gedenkstein in Riegelsberg verlegt werden soll, wurde auf der jüngsten Informationsveranstaltung des Aktionsbündnisses im Rathaussaal von den knapp 40 interessierten Zuhörern bejaht.

Eintrag über Rosi Salmon in Yad Vashem

Monika Jungfleisch, die Organisationsleiterin des Aktionsbündnisses, erklärte hierzu, dass es im Sinne des künstlerischen Konzeptes der Stolpersteine sei, Familien an einem Ort, an dem sie gelebt haben, zu vereinen, auch wenn ein Kind im Rahmen der Flucht vor dem NS-Terror an einem anderen Ort geboren wurde.

Dies trifft auf Rosi Salmon zu, denn sie kam in Püttlingen zur Welt. Ihre Familie war 1933 aus der Kirchstraße 20 in die Nachbargemeinde Püttlingen gezogen, nachdem an ihrem Geschäft erste Schmierereien auf die wachsende Judenfeindlichkeit in Riegelsberg hingewiesen haben. Mit ihren Eltern Amanda und Robert und ihrer Schwester Ilse flüchtete Rosi nach Frankreich, wurde dort 1944 interniert und schließlich nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.

Damit die kleine Rosi nicht vergessen wird, soll ein Stein mit ihrem Namen, Geburts-, Flucht- und Sterbedatum neben den Stolpersteinen für ihre Mutter, ihren Vater und ihre Schwester verlegt werden.

Nach Rücksprachen mit dem Künstler können damit nun insgesamt 13 Stolpersteine am 20. April in Riegelsberg verlegt werden.

Klicken Sie eines der drei Fotos an, um in die Galerie zu gelangen.

Verfasst von Monika Jungfleisch (Journalistin)