Einführung in die Beiträge des Künstlerischen Beirates der Gemeinde Riegelsberg und Vorstellung der Künstlerinnen und Künstler durch Monika Künzel:

 

 

Gitta Nießen:

mit den Bildern Unruhe, Flucht, Zerstörung und Hoffnungen

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Die Künstlerin arbeitet mit der Farbe als bewegtes und bewegendes Material, das durch die Motorik der Künstlerin den Betrachter in seinen Bann zieht und durch den dynamischen Malduktus das Gefühl der Ruhelosigkeit erzeugt. Sie überlässt dem Material die ihm innewohnende Ausdruckskraft, indem sie das spannungsvolle ineinander Fließen und Vermischen gezielt und gekonnt einsetzt.

 

Monika Hau:

mit den beiden Bildern Romose. Diptychon 2016

Stolpersteine und Kunst_8_Monika Hau

Bild 1 zeigt die Umrisslinien von 3 Mädchenporträs, die übereinander liegen

Rosi S.       Jüdisches Kind

Monika H.   Deutsches Kind

Sevim C.     Syrisches Kind

Zitat M.Hau: Diese drei Menschen haben einen Bezug zu Riegelsberg. Das Wappen von Riegelsberg war die Vorlage für die Farbgestaltung.

Im zweiten Werk bilden die fragmentierten Umrisslinien einen Nährboden. Es ist das Potential für die Zukunft.

Ergänzend könnte man hinzufügen: 3 Mädchenköpfe werden ganz eng miteinander verbunden zu einem Bildnis, obwohl ihre Schicksale und ihre Leben zu verschiedenen Zeiten stattgefunden haben und die 3 Mädchen als Kinder nichts voneinander wußten.

Hier bilden sie eine Einheit. Im 2. Bild der Fragmentierung bleiben die Linien unverbunden und weisen mit ihrer Offenheit in eine Zukunft, die uns betrifft.

 

Werner Bärmann:

Der Bildhauer Werner Bärmann zeigt uns eine Sandstein-Skulptur. Die weibliche Gestalt scheint in Abwehr-Haltung zu verharren, – eine beeindruckende, bildhauerische Arbeit aus wunderschön strukturiertem, afrikanischem Sandstein.

Stolpersteine und Kunst_16_Werner Bärmann

Was wehrt die ab? Will sie etwas nicht sehen? Ist sie entsetzt? Oder trauert sie und hält deshalb ihr Antlitz bedeckt?

Das alles bleibt offen, offen für unsere Interpretation.

 

Ali Motamedi:  8 Bilder  in Öl oder Mischtechnik.

Titel wie Geborgenheit, Ignoranz oder Empathie beziehen sich auf  menschliche Eigenschaften und ihre Ambivalenz. Alle Bilder enthalten figürliche Elemente und ein gekonntes Spiel mit dem Farbmaterial.

´Menschenkinder und ihr Lieblingsspiel´ ist ebenfalls solch ein Titel, der provozierend sichtbar macht, daß sich 2 Gestalten über einer Farbexplosion mit Gewehren bedrohen. Klar ist, welches ´Spiel ´ hier gemeint ist, ein böses, grausames Spiel.

Auch die andern Bilder enthalten eben solche Andeutungen auf die Dissonanzen menschlicher Existens.

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Monika Künzel: zwei Bilder ratlos und hilflos und ein Leporello mit 8 Bildern.

Alle Bilder sind in der letzten Zeit entstanden unter dem Eindruck der aktuellen Probleme der Integration von geflüchteten Menschen, die ihre Heimat verlassen mußten.

`Da für mich Bilder erzählenden Charakter haben und oft Produkte von Erlebnissen und Prozessen sind, habe ich das Format Leporello gewählt, in der Form einer kleinen Geschichte. Die Fotografien in DIN A 4 sind Ausschnitt aus größeren Bildern zu dieser Thematik und enthalten in der Reihenfolge einen Wunsch als Schlussbild

Mit derselben Intention entstanden auch die Darstellungen der Bilder ´ratlos´und ´hilflos´.

Die Technik ist eine Mischung aus Malerei und Druckelementen.

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